Das Raucherentwöhnungsmittel Champix kann bequem online bezogen werden, Nikotinabhängigen wird die Anwendung empfohlen. Wer mit dem Rauchen endlich aufhören und damit seine Lebenserwartung (als mäßiger Raucher!) um mindestens fünf bis zehn Jahre erhöhen will, vergrößert mit Champix seine Chancen um 200 bis 300 Prozent, dass das Vorhaben auch gelingt.

Wie wirkt Champix?

Champix setzt an den Nikotinrezeptoren (Nikotinischen Acetylcholinrezeptoren) an. Die membranständigen Rezeptoren sind im menschlichen Nervensystem und ebenso in der physisch-motorischen Endplatte zu finden. Diese Physiologie nutzt Champix, indem es in die Wirkungsweise der Neurotransmitter eingreift. Diese Botenstoffe wie Acetylcholin und Nikotin schütten nach der Andockung am Nikotinrezeptor die Dopamin-Ausschüttung aus, die von den Rauchern als Glückshormone wahrgenommen werden. Dopamin baut die menschliche Physis sehr schnell wieder ab, weswegen unser Körper mehr davon möchte und nach jedem „Glückskick“ giert. Das betrifft nicht nur Raucher, sondern alle Reize, die zur Dopaminausschüttung führen und unter Umständen süchtig machen können: Sex, Glücksspiel, Alkohol, Einkaufen, Auto fahren, Essen, selbst Kommunikation und erst recht der Sport.

Nikotin allerdings bringt den prekären Effekt mit, dass die Dopaminausschüttung sehr schnell erfolgt. Wer einen gierig am Glimmstängel saugenden Raucher beobachtet, kann sich sofort vorstellen, wie in Sekunden der Kick das Gehirn erreicht. Dieser schnelle Kick und der schnelle Abbau des Dopamins danach löst den berüchtigten Sucht-Teufelskreis aus. An diesen Rezeptoren setzt nun Champix an.

Es bindet sich mit dem Wirkstoff Vareniclin an den Nikotinrezeptoren-Subtyp α4β2 und unterbindet damit die Dopamin-Ausschüttung durch Nikotin, ersetzt aber gleichzeitig als Partialantagonist einen Teil der Wirkung. Raucher spüren nach der Einnahme von Champix daher, dass ihnen die Zigarette keine Erleichterung mehr bringt, die fühlen aber auch nicht mehr oder viel weniger als vorher das Aufsteigen der Sucht pünktlich ein bis drei Stunden nach der letzten Zigarette (am stärksten nach dem Nachtschlaf).

Einige Effekte von Champix

Patienten berichten nach der Einnahme von Champix teilweise (nicht durchweg), dass nach etwa drei- bis vierwöchigem Entzug eine Gelegenheitszigarette effektiv nicht mehr schmeckt, sondern großes Unwohlsein verursachen kann. Das Nikotin verliert dadurch seine Verlockungen, Rauchen kann zur Qual werden.

Doch Vorsicht: Ähnliches berichten Alkoholiker noch vor ernsthaften Entzugsversuchen, dennoch sind Körper und Geist auf die Sucht programmiert, die immer eine starke psychologische Komponente mitbringt (Gewohnheit, Rauchen unter Stress, als Ritual, als Kontaktraucher und so fort). Das Mittel Champix kann also nicht nur kurzfristig oder gar gelegentlich eingenommen werden, um mal eben schnell Nichtraucher zu werden.

Der Effekt durch Champix wirkt eher langfristig, da das Mittel zwar ebenfalls eine Dopaminausschüttung bewirkt, aber nur in kleinen Mengen, dafür über längere Zeiträume. Das ist durchaus erwünscht, denn gerade der „Kick“ wird von Psychologen als prekär beschrieben. Die Glücksgefühle treten also eher in abgeschwächter Form auf, der ehemalige Raucher muss lernen, damit umzugehen. Das bedingt unter anderem eine Umstellung von Gewohnheiten.

Depression des Entzugs eliminieren

Wirklich Süchtige können durch einen Entzug depressiv werden, diesen Effekt unterbindet Champix durch die sanfte Dopamin-Ausschüttung. Dennoch müssen die Entwöhnungswilligen mitarbeiten, indem sie sich neue Gewohnheiten zulegen. Nach 12 Wochen können sie Champix absetzen und müssen nun beobachten, wie sie sich dabei fühlen. In dieser 12-wöchigen Phase kommt es darauf an, neue Gewohnheiten aufzubauen, beispielsweise sinnvolle Pausenrituale.

Ein sehr heikler Punkt ist die Zigarette zum Kaffee, weshalb wirklich empfohlen wird, den Kaffeegenuss leicht zu reduzieren (aber nicht vollkommen, denn der gesunde Kaffee kann in Zukunft zum neuen rituellen Genussmittel werden).

Auch müssen sich Raucher auf Entzug mit einer Tasse Kaffee wirklich Zeit nehmen und Stress unbedingt vermeiden. Daneben sollten sie während der Einnahmephase von Champix wichtige, kontraproduktive Rituale überwinden: das Rauchen an der Haltestelle, im Auto, nach dem Frühstück, beim Pausentratsch mit Kollegen. Dann hilft Champix tatsächlich und effektiv beim Entzug.